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TELI TELI e.V. Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik
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Pressemitteilung Forschungsförderung im Bundeshaushalt aufstocken Bundeskonferenz der Wissenschaftsjournalisten fordert: Eine deutliche Erhöhung der Mittel für Forschung und Innovation kurz vor den Schlussberatungen über den Bundeshaushalt 2011 hat die Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik TELI bei ihrer Jahreskonferenz 2010 in Berlin-Adlershof von Bundesregierung und Bundestag gefordert. Der Bundesvorsitzende der TELI, der Wissenschaftsjournalist Hanns-J. Neubert, sagte am 19. November in Berlin: „Unser Land und ganz Europa können im internationalen Wettbewerb nur mit erhöhten Anstrengungen im Forschungs- und Innovationsbereich erfolgreich bestehen.“ Erneut drohe die Finanzierung der Forschung im Bundeshaushalt im Gerangel zwischen den Ressorts ins Hintertreffen zu geraten. Dabei sei der Stellenwert von Wissenschaft, Forschung und Innovation in unserem Land noch längst nicht angemessen. Es gehe aber um die Zukunft als wirtschaftlich und sozial starkes Land. Voraussetzung für wissenschaftliche und technologische Erfolge sei ein hervorragendes Bildungswesen, welches alle Talente optimal fördere. Auch das sei in Deutschland bisher längst nicht erreicht. „Wir brauchen in Deutschland keine unnötigen Prestigeprojekte, während an unseren Universitäten in heillos überfüllten Hörsälen der Putz von den Wänden fällt“, fordert die TELI die Bundesregierung und die im Bundestag vertretenen Parteien auf. Die Journalisten wünschen zudem mehr Transparenz bei den Budgets. Aus den bisherigen Zahlen des Forschungshaushalts gehe nicht hervor, wo die tatsächlichen Schwerpunkte der Regierung lägen. „Die Etats für die institutionelle Förderung sind so hoch, dass sie die politischen Prioritäten verschieben können, denn die Budgetprofile der Forschungseinrichtungen sind recht unklar.“ Beispielsweise genieße die Kernfusion mit dem Prestigereaktor ITER eine ähnlich hohe Förderung wie die gesamte Erforschung erneuerbarer Energien eine Aufteilung, die angesichts der propagierten Energiewende nicht überzeugend sei. Das gelte auch für die Ausgaben für die konventionelle nukleare Energieforschung, die so hoch seien wie die zur Erforschung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Hinzu komme, dass auch andere Ministerien Forschung und Entwicklung mit jeweils eigenen Schwerpunkten förderten. Bis auf den Energiesektor, für den das Bundeswirtschaftsministerium eine Gesamtschau zusammengestellt hat, seien keine anderen zwischenministeriellen Überblicke der Förderungsbereiche bekannt. Welche Ziele die Bundesregierung also wirklich bei ihrer Forschungs- und Technologiepolitik verfolge, sei weitgehend unklar. Es sei deshalb gut, dass die Bürgerinnen und Bürger die politischen Schwerpunktsetzungen nicht der Politik alleine überließen. Die TELI ist die älteste Wissenschafts- und Technikjournalistenorganisation der Welt. Im vergangenen Jahr initiierte sie die Wissenschaftsdebatte in Deutschland mit. „Das wollen wir fortsetzen“, beschlossen die Mitglieder am Wochenende in Berlin. Berlin, 22. November 2010 Kontakt:
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